Monthly Archives: Mai 2012

Piraten, Piraten, …

Es gibt ja einen regelrechten Hype um die Entern! / Ändern! Partei. In aller Journalisten-Munde, die goldene Piratenstunde. Ok, besser schlecht gelacht, als schräg gereimt. Nun kam mir gerade der Einfall einen Blick in die politischen Heilsbotschaften oder Abgründe – je nach Perspektive – der Piraten zu nehmen und ich habe mehrere Entdeckungen machen dürfen: Die Piraten sind wirklich international aufgestellt, allerdings nirgends politisch so erfolgreich wie bei uns. Die Piraten schlagen nachträgliche Änderungen von bestehenden Rechtsverhältnissen vor. Die Piraten habe interessante und reizvolle Themen, die schnell begeistern und meist nur ideologisch beantwortet werden können. Die Piraten sind Orange, die Farbe der CDU. Ich dachte immer das orange der CDU hieße UMBRA, was jedoch der Name des Brauntones der SPD ist. Man lernt nie aus. Wissen ist Macht. Alles kehrt wieder.

 

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Pessimismus

Der Pessimist ist beständig misstrauisch gegen die Zukunft. Darum wird er – aufgrund eines psychologischen Mechanismus – das Vergangene stets als das Positivere in Erinnerung behalten. Da das Verhängnis des zukünftigen im Regelfall ausbleibt, verklärt der Pessimist im Hinblick auf die unheilvolle Zukunft mit seufzender Erleichterung die Vergangenheit und ignoriert die Pracht des Gegenwärtigen.

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Geschützt: Eine Skizze

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Die Faulheit der Lyrik-Leser

Gestern Abend habe ich mir überlegt, das Lyrik-Leser faule Menschen sein müssen. Die romanhaften Handlungen, die Welten voller Poesie und Zärtlichkeit, politischer oder körperlicher Härte, Philosophie und Selbsteinsicht verbergen sich in einer Essenz und Kompaktheit die über den Horizont mancher Bibliothek hinausgeht. So hat also der Lyrik-Leser mehr Zeit sich mit den angelegten Verschachtelungen  zu beschäftigen, die Essenz auf ein genießbares Maße herunter zu verdünnen. Zeit zu erkennen welche Handlung sich vor dem inneren Auge entfaltet, da er sich nicht der ohnmächtigen Wortlast eines Romanes ausgesetzt sieht. Welche Bedeutungen entstehen, welche Assoziationen werden geweckt? Er befreit sich allein durch die Auswahl der Lektüre von unnötigem Wortballast. Die fertigen Sätze des täglich sagbaren sind nicht seine Sache.

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Eine verliebte Ballade für ein Mädchen namens Yssabeau (Francois Villon)

Eine verliebte Ballade für ein Mädchen namens Yssabeau

Francois Villon

Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,
ich schrie mir schon die Lungen wund
nach deinem weißen Leib, du Weib.
Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein süßer Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
Da will ich sein im tiefen Tal.
Dein Nachtgebet und auch dein Sterngemahl.

Im tiefen Erdbeertal, im schwarzen Haar,
da schlief ich manches Sommerjahr
bei dir und schlief doch nie zuviel.
Ich habe jetzt ein rotes Tier im Blut,
das macht mir wieder frohen Mut.
Komm her, ich weiß ein schönes Spiel
im dunklen Tal, im Muschelgrund …
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!

Die graue Welt macht keine Freude mehr,
ich gab den schönsten Sommer her,
und dir hats auch kein Glück gebracht;
hast nur den roten Mund noch aufgespart,
für mich so tief im Haar verwahrt…
Ich such ihn schon die lange Nacht
im Wintertal, im Aschengrund…
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund.

Im Wintertal, im schwarzen Erdbeerkraut,
da hat der Schnee sein Nest gebaut
und fragt nicht, wo die Liebe sei.
Ich habe doch das rote Tier so tief
erfahren, als ich bei dir schlief.
Wär nur der Winter erst vorbei
und wieder grün der Wiesengrund!
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!

 

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