Monthly Archives: August 2015

Gmäeß eneir Sutide

Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.

Verrückt!

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Tadeusz Dabrowski – Auflösung 

Heute habe ich aus deinem Aktfoto ein Auge ausgewählt
und bis zum Rand des Bildschirms vergrößert, bis
zur äußersten Auflösung (und die ist so hoch,
dass man jetzt an dich glauben kann). Ich vergrößerte
dein rechtes Auge, im Wunsch, mit dem letzten Klick
auf die andere Seite zu springen, seine Seele anzuschauen
oder zumindest mich selbst, ganz zerklickt. Etwa
bei der vierundvierzigsten Vergrößerung
sah ich meine undeutlichen Konturen,
bei der sechsundsechzigsten den Umriss
des Fotoapparats, nur für mich zu erkennen. Und
dann nichts mehr außer grauen Rechtecken,
exakt angeordnet wie Ziegel in einer Mauer, wie
die Steine in der Klagemauer, vor der ich stehe
Tag und Nacht, um beharrlich die Fugen zu sprengen
mit den Zetteln meiner Gedichte.

Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall.

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