Farbenstäubchen

August von Platen

Farben​stäub​chen auf der Schwinge
Sommer​li​cher Schmetterlinge
Flüch​tig sind sie, sind vergänglich
Wie die Gaben, die ich bringe,
Wie die Kränze, die ich flechte,
Wie die Lieder, die ich singe:
Schnell vorüber schwe​ben alle,
Ihre Dauer ist geringe,
Wie ein Schaum auf schwan​ker Welle,
Wie ein Hauch auf blan​ker Klinge.
Nicht Unsterb​lich​keit verlang’ ich,
Ster​ben ist das Loos der Dinge:
Meine Töne sind zerbrechlich
Wie das Glas, an das ich klinge.

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