Erfolg

Philosophen haben manchmal eine eigenartige Weise an Begriffe heranzutreten. Erfolg zum Beispiel. Ein Begriff der jedem ohne Umschweife einzuleuchten scheint. Erfolgreich eben, etwas geschafft zu haben. Geleistet. Vorangebracht. Erfolg ist gleichzusetzen mit Glück. Aber eben nicht ausschließlich „Glück“, das ein jeder erfahren kann und soll. Wir werden auf Erfolg eingeschworen und jeder kann auf seine Art erfolgreich sein, braucht sich den eigenen Erfolg nicht abzusprechen, obwohl bei Leibe nicht jeder glücklich ist. In Nischen findet jeder sein ‚Geleistet.‘ und ‚Vorangebracht.‘ Erfolg erfolgt sozusagen immer (ein Aperçus / Bonmot), man muss nur seinen geeigneten Raum finden. Erfolglos sind diejenigen, die diese Nische nicht finden. Die nicht das Gefühl haben etwas geleistet oder vorangebracht zu haben, sondern im Ghetto der Erfolglosen verweilen, dem großen dunklen Schauplatz der täglichen Psychosen unserer Gesellschaft. Derjenigen, die fähig sind sich den eigenen Erfolg abzusprechen. Philosophen.

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