Ein Briefwechsel

Hi Ingo,

wir haben Dir überhaupt nichts für die Kinokarten und Theaterkarten gegeben! Pam wusste zu berichten, dass das Theater 10,50 gekostet hat und beim Kino haben wir keinen Plan. Lass mich einfach wissen was der Spaß gekostet hat und ob Stephan und Anja Dir auch noch etwas schulden!

Grüße Georg

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Sehr geehrter Herr Renftle,

vielen Dank für Ihre kurze Information und offenherzige Selbstbezichtigung. Leider haben wir bereits ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet, so dass eine außergerichtliche, gütliche Einigung ebenso abwegig erscheint, wie der schamlose Versuch ungeschoren und ungesehen aus Halle (Saale) zu verschwinden. Vielmehr möchte ich meine christliche Mission mit dieser E-Mail unterstreichen und an Lukas, Kap. 5, Verse 32 erinnern: „Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten.“

Sofern Sie also ein berechtigtes Interesse hegen nicht den Büßern zugerechnet zu werden, bitte ich Sie auf mein Schweizer Nummernkonto einen angemessenen Betrag in Höhe von 1,5 Millionen Schweizer Franken zu überweisen. Weiterhin lege ich Ihnen einen Eintritt ins Kloster nahe.

Schließlich scheint eine Liaison mit einer Hexe für einen guten Christen nicht angemessen, so dass ich in diesem Fall zwar nur an Ihr christliches Gewissen appellieren kann, sollte jedoch keine unverzügliche Trennung und idealerweise Verbrennung auf dem städtischen Scheiterhaufen der Stadt Düren erfolgen, werde ich diese Informationen an die Glaubenskongregation weitergeben. Eine Überprüfung Ihrer Verhältnisse steht planmäßig durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter – erheiternder Weise ein Namensvetter Ihrerseits – zum Osterfest an. Bis dahin wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine glückliche Papstwahl und eine entbehrungsreiche Fastenzeit.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Herrmann

Vorsitzender der katholischen

Missionarsbewegung Mitteldeutschland

Abteilungsleiter Schuldendienste

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