Thomas Gsella – Schlafenszeit

Thomas Gsella

Schlafenszeit

Viel gewesen, nichts geblieben
Zwischen Buch und Internet.
Viel gelesen, nichts geschrieben:
Heute ohne Text ins Bett.

Viel gelegen, nicht geschlafen
Zwischen Müdigkeit und Schweiß:
Armut wird den Dichter strafen,
Der nicht reich zu dichten weiß.

Viele Kaffees, wenig Weile
Zwischen Nacht und sieben Uhr.
Erst am Morgen eine Zeile:
„Guten Morgen, Hauptfigur.“

Mehr ist heute nicht zu sagen,
Und die Welt ist nicht mein Bier:
Lieber als mit Müll im Magen
Lieg ich hungrig neben dir.

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