Tag Archives: Birnen

Die anhaltinische Friedensbirne

Nach einem Streit zwischen Fürst Leopold und einem befreundeten Bauern, der allein des standesgemäßen Unterschiedes wegen zugunsten Fürst Leopolds hätte entschieden werden müssen, verließ der im Rang unterlegene wutentbrannt das Schloss des Fürsten. In einem Komplott mit mehreren Bauern, die dem Fürsten ebenso zugetan waren, beschloss man dem Fürsten eine kleine, mehr freundschaftliche, Lehre zu erteilen. Der Fürst jedoch ward nicht allein wegen seiner guten Beziehungen zu den einheimischen Bauern gemocht, sondern hatte auch sonst viele Bewunderer in seinem Fürstentum. Und so kam es, dass der Plan der Bauern nicht lange unausgesprochen blieb – es war wohl ein Beteiligter selbst, der einem guten Freund im Vertrauen von den Plänen berichtete – und alsbald wurde der Fürst über den Komplott unterrichtet. Auch wenn das schlängelnde Gerücht sich längst zu einer bösartigen Schlange mit gespaltener Zunge entwickelt hatte, wusste der Fürst die ihm zugetragenen Informationen richtig zu deuten und erkannte die Lehrabsichten seiner Freunde. Er beauftragte einen Diener, ihm einige Birnen herbeizuschaffen und kurz im Salon zu warten. Derweil schnitt er eigenhändig die Birnen auf und drapierte sie auf einem allein für den Fürsten bestimmten Teller. Der Diener hatte nun die Aufgabe den mit Birnenstücken drapierten Fürstenteller hinüber ins Gasthaus zu tragen, wo die Bauern gewohnheitsgemäß zu dieser Stunde saßen. Diese erkannten den Großmut des Herrschers und verwarfen beschämt ihre unseligen Pläne. Treuherzig lief der einst Wutentbrannte mit dem Birnentellerchen zu seiner Gattin, die aus den Birnen ein köstliches Kompott für den Fürsten kochte, das ihr Mann am folgenden Tag als Geste der Freundschaft ins Schloss hinüber brachte. Seither spricht man in Anhalt – nicht ohne ein Schmunzeln – von der „Friedensbirne“ und dem „Komplott-Kompott“.

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Irgendwie ist Apple ja doch ganz gut…

Ich habe lange über den iMac geschimpft. Braucht man ja in der Gebäudereinigung auch nicht. Herrmann & Tallig und MacBooks… Nachdem ich mich in den letzten Monaten ernstlich mit dem Gedanken getragen habe, den iMac zu verkaufen und schon ein Windows-Ultrabook als Ersatz bestellt hatte – zugleich Ausgangspunkt für eine kleine Ummöbelierungsodyssee – war ich in Düren beim Saturn. Zugegebenermaßen keine ernstzunehmende Inspirationsquelle , aber dort standen die neuen MacBooks… Retina-Display und so. Über 2.000 EUR für einen Laptop? Das erschien mir dann doch etwas zu exaltiert. Außerdem war einer jener finanzstarken Endvierziger schneller als ich – im Schlepptau eine gaackige Gattin die nichts besseres zu tun hatte, als ihrer Kauflaune zu frönen und ihrem „Schätzelschn“ einen Laptoptraum zu erfüllen. Der gute Mann hatte natürlich keine Ahnung von der Materie, wusste noch nichteinmal wo man das Ding anmachte, aber insgeheim hab ich mich für ihn gefreut. Das letzte Originalverpackte Exemplar hieß: Ich hatte Pech und ging leer aus.

Der Laptop den ich mir einige Tage zuvor bestellt hatte, stand zufällig auch dort rum. Nachdem ich einige Worte getippt hatte, stand mehr oder minder fest, dass ich den nicht kaufen werde. Die gesamte Haptik war, verglichen mit dem Apple Produkt eine Katastrophe. Nein, keine Katastrophe. Allem Anschein nach war es einfach unfair zwei Produkte miteinander zu vergleichen, die – Äpfel mit Birnen vergleichen usw. – nicht zu vergleichen waren. Apple ist ist der Apfel wären der Rest Dörrobst ist. Zumindest war Haptik und Verarbeitung angeht. Der Wohlfühlfaktor wenn man an das Gerät herantritt, die Emotion… Eigenartig das über Kaufgegenstände zu sagen, aber es ist tief empfunden….

Also? Das MacBookAir war noch frisch verpackt auf Lager, es gab einen 100 EUR Warengutschein dazu und Saturn hatte bessere Preise als das Liebe Internet. „Jetzt sitzt ich hier, bin etabliert und schreibe auf teurem Papier, ein Lied über meine Vergangenheit…“ (Mit 18, M.M.Westernhagen). Hochbegeistert über einen traumhaften Laptop, Ultrabook, AirBook… wie auch immer… es macht Spaß damit einen Blog zu schreiben…

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