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Entwurf Statement Rationell Reinigen VR-FILM des BIV

In den vergangenen Jahren haben wir – gerade auf regionaler Ebene – das Thema Berufsorientierung massiv vorangebracht. Die Weichen in diesem Lebensbereich frühzeitig richtig zu stellen, heißt Langeweile, Routine und banale Frustration bestmöglich zu vermeiden, Abbrecherquoten zu senken, etc. Wer heute 14, 15 oder 16 Jahre alt ist, hat jedoch eine zerklickte Existenz zwischen Instagram, Snapchat und anderen Social Media-Realitäten. Im Modus Offline erreicht man eine zunehmende Zahl von Schülern nur noch schwerlich. Herkömmliche Instrumente zu forcieren und Social Media als piepsendes Pippifax abzutun wäre also fatal.

Gerade weil sich die Lage am Markt für Auszubildende dergestalt darbietet, dass weniger Auszubildende von mehr Unternehmen umgarnt werden, schafft ein positiver Impuls, z.B. mit einer VR-Brille und Kurzfilm einen Anker, der einen Aspekt der Entscheidung für oder gegen einen Beruf beeinflussen kann.

Sich auf die Oberfläche zu beschränken, wäre aus meiner Sicht jedoch nicht richtig. Natürlich ist dieser Film eine Spielerei! Genau darum geht es: Spaß zu haben, die Welt zu verändern und dabei Geld zu verdienen! Der Film bietet einen guten, knappen Einblick. Spannende Locations. Moderne Technik. LIKE!  Das allein wird jedoch nicht genügen, die Zahl der Auszubildenden bei uns zu erhöhen. Zwar sind Jugendliche schnell zu begeistern aber ebenso leicht zu enttäuschen. Der Weg ist richtig, mit neuem Webauftritt, zeitgemäßen Fotos, Apps und Videos, in die Lebensrealität derjenigen einzudringen, die die Zukunft der Branche gestalten. Aber auch Fragen zu Form und Inhalt der Ausbildung, Lernumgebungen, Prüfungsmodalitäten u.a. stehen für mich zur Debatte, ohne dabei das Ethos unseres Handwerks zu beschmutzen.

 

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Die Zukunft ist bunt!

Ein Verband, der die Interessen von mehr als tausend Unternehmen vertritt, sollte ein zeitgemäßes Auftreten haben. Es ist gute Tradition im Handwerk, Überbrachtes mit den Mitteln der Gegenwart weiter zu entwickeln. So ist unser altes Sechseck (Hexagon) in der neuen Form noch zu erahnen, die Spitzdächer dagegen sind gänzlich verschwunden und alles ist organischer, bunter, farbenfroher als zuvor.

Die erste Reaktion die ich zur CMS vernommen habe: zu bunt! Aber sind wir den eintönig? So vielfältig, wie die Menschen, die in unserer Branche arbeiten, so weitgefächert das Angebot, das wir am Markt anbieten, so bunt sollte auch der Auftritt unserer Interessenvertreter sein. Ebenso weitgefasst der Begriff, der uns benennt – Gebäudedienstleister.

Viele verlangen deshalb immer das Beste, weil sie nicht wissen was gut ist – sagt Alf. Das Bessere ist aber auch der Feind des Guten – sagt Voltaire. Ich glaube wir haben mit unserem neuen Verbandsauftritt ein Gesicht bekommen, mit dem wir uns stolz zeigen können.

Auch wenn man Liebgewonnenes nur ungern aufgibt, haben wir jetzt die einmalige Chance uns bundesweit, bis auf die regionale Ebene ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben.  Allein gestalterische Fragen wären jedoch müßig zu beurteilen, wenn es nicht gleichzeitig ein Konzept gäbe, das schnell und einfach von allen Innungen übernommen werden kann: Internet-Seite, Briefbögen, ein Leitfaden zur Gestaltung von Drucksachen usw. So haben wir nicht nur die Chance einen gestalterischen Schritt zu machen, sondern unserer bundeseinheitlichen Stimme über alle Innungen hinweg auch ein Gesicht zu geben. Wir wollen Defizite nicht mäßig reparieren, sondern nachhaltig auf ein solides Fundament stellen und ein farbenfrohes neues Haus bauen.  Also: packen wir‘s an!

Ingo Herrmann

(Der Beitrag wird als Kommentar zum neuen Corporate Design des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks in der Oktoberausgabe der Rationell Reinigen erscheinen. Bilder vom neuen CD folgen.)

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