Tag Archives: Gebäudereiniger

Die Zukunft ist bunt!

Ein Verband, der die Interessen von mehr als tausend Unternehmen vertritt, sollte ein zeitgemäßes Auftreten haben. Es ist gute Tradition im Handwerk, Überbrachtes mit den Mitteln der Gegenwart weiter zu entwickeln. So ist unser altes Sechseck (Hexagon) in der neuen Form noch zu erahnen, die Spitzdächer dagegen sind gänzlich verschwunden und alles ist organischer, bunter, farbenfroher als zuvor.

Die erste Reaktion die ich zur CMS vernommen habe: zu bunt! Aber sind wir den eintönig? So vielfältig, wie die Menschen, die in unserer Branche arbeiten, so weitgefächert das Angebot, das wir am Markt anbieten, so bunt sollte auch der Auftritt unserer Interessenvertreter sein. Ebenso weitgefasst der Begriff, der uns benennt – Gebäudedienstleister.

Viele verlangen deshalb immer das Beste, weil sie nicht wissen was gut ist – sagt Alf. Das Bessere ist aber auch der Feind des Guten – sagt Voltaire. Ich glaube wir haben mit unserem neuen Verbandsauftritt ein Gesicht bekommen, mit dem wir uns stolz zeigen können.

Auch wenn man Liebgewonnenes nur ungern aufgibt, haben wir jetzt die einmalige Chance uns bundesweit, bis auf die regionale Ebene ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben.  Allein gestalterische Fragen wären jedoch müßig zu beurteilen, wenn es nicht gleichzeitig ein Konzept gäbe, das schnell und einfach von allen Innungen übernommen werden kann: Internet-Seite, Briefbögen, ein Leitfaden zur Gestaltung von Drucksachen usw. So haben wir nicht nur die Chance einen gestalterischen Schritt zu machen, sondern unserer bundeseinheitlichen Stimme über alle Innungen hinweg auch ein Gesicht zu geben. Wir wollen Defizite nicht mäßig reparieren, sondern nachhaltig auf ein solides Fundament stellen und ein farbenfrohes neues Haus bauen.  Also: packen wir‘s an!

Ingo Herrmann

(Der Beitrag wird als Kommentar zum neuen Corporate Design des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks in der Oktoberausgabe der Rationell Reinigen erscheinen. Bilder vom neuen CD folgen.)

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Offen gesagt – Kolumne H&T Journal

Wenn Sie am Morgen oder Abend in Ihr Objekt kommen, haben Sie vielleicht auch schon einmal über den Sinn der Arbeit nachgedacht: Saubermachen – wo doch am nächsten Tag eh alles wieder dreckig ist? Gewischte Flure, die mit schnoddrigem Schuhwerk binnen Sekunden in wilden Acker verwandelt werden. Glastüren, für die ein Leben ohne Griffspuren unmöglich scheint, und schließlich Blütenblätter, Insekten und Erdkrümel, die sich täglich zu Fensterbänken hingezogen fühlen. Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Sisyphos, einem griechischen Helden, der bis in die Ewigkeit einen Marmorblock den Berg hinaufrollen muss. Kaum oben angekommen rollt dieser Block auf der anderen Seite des Berges wieder herunter: Sprichwörtlich eine Sisyphos-Aufgabe, die niemals endet. Auch Reinigung hat kein Ende, kein endgültiges, sauberes Ergebnis, sondern beschreibt einen Prozess – ein ständiges Bemühen um Sauberkeit und Hygiene.

Wie immer wenn man selbstversunken über Sinnfragen grübelt, holt einen die Realität zurück auf den Boden der Tatsachen: Hochwasser. Betroffene Kunden, die dankbar waren, dass Kollegen Sandsäcke stapelten oder verschlammte Räume wieder begehbar machten. Hier wurde der Sinn offenbar, wie das Vorher-Nachher-Foto in einem Artikel veranschaulicht. Die tägliche Unterhaltsreinigung hat eine mindestens genauso wichtige Bedeutung: Was würde passieren, wenn niemand mehr sauber macht?

Vielleicht hat der eine oder andere dieses Experiment schon einmal in den eigenen vier Wänden durchgeführt: Nach einer Woche entwickeln Wollmäuse in den Ecken ein kurioses Eigenleben, die Seifenreste im Waschbecken bilden schmierige Gebirge und nach einer weiteren Woche verhindert der klebrige Küchenboden schnelle Bewegungen hin zum Kühlschrank. Sauberkeit ist ein wichtiger Wohlfühl-Faktor und wir alle sind gewissermaßen die tägliche Portion Wellness für die Mitarbeiter und Besucher in den Büros, Hotels, Banken usw., die wir als Kunden betreuen. Das tägliche Bergauf-Bergab, die Regelmäßigkeit ist unsere Aufgabe, deswegen sind wir Dienstleister. Diesen Dienst besser zu leisten ist unser Anspruch als Handwerker. Anders als Sisyphos mit seinem Marmorblock hat unser Schaffen eine Bedeutung: Menschen ein Wohlgefühl zu vermitteln. In Krankenhäusern, Pflegeheimen, Laboren und Praxen auch vor Krankheiten zu schützen. Durch unsere Arbeit erhalten wir Gebäude und verbaute Materialien in Ihrem Wert und nicht zuletzt entlasten wir unsere Kunden und schaffen Freiraum, sich mit an- deren Dingen zu befassen. In diesem Sinne bin ich stolz auf das was wir gemeinsam tagtäglich leisten.

Genießen Sie den Sommer.

Ihr Ingo Herrmann

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Offen gesagt – Die H&T-Journal Kolumne

Was treibt ein Unternehmen an? Diese Frage habe ich mir schon als Kind gestellt, als mein Vater am Abendbrottisch über Herrmann & Tallig erzählte. All die kleinen Geschichten von Menschen die jeden Tag Besonderes leisten, von Noteinsätzen und spektakulären Aufträgen die gemeinsam gemeistert wurden. Damals war mein Vater der Held meiner kleinen „Herrmann & Tallig Geschichte“, der Hauptakteur einer täglichen Reality-Show, zugleich Erzähler, Regisseur, Nebendarsteller und Tonmeister.
Natürlich verklärt man als Kind die eigenen Eltern und mittlerweile bin ich vom Zuhörer selbst zum Akteur geworden. Eines habe ich ganz schnell gelernt: Es gibt keine einsamen Helden, keine Nebendarsteller und Tonmeister wie im Hollywood-Film. Vielmehr ist Herrmann & Tallig unser tägliches Leben. Wir arbeiten hier, verdienen unseren Lebensunterhalt und verbringen viel Zeit auf Arbeit, im Objekt und auf dem Weg von Kunde zu Kunde. „Sie sind Herrmann & Tallig!“ so heißt es in unserem Merkheft auf einer der letzten Seiten. Besser wäre jedoch: Wir sind Herrmann & Tallig. Ohne jeden einzelnen von Ihnen wäre Herrmann & Tallig nicht das, was es heute ist: Einer der erfolgreichsten Gebäudedienstleister in Mitteldeutschland. Was früher die kleinen Geschichten am Abendbrottisch waren, entpuppt sich heute als eine Reihe kleiner Erfolge: Der Abschluss einer großen Baustelle. Feierabend nach einer Nachtschicht ohne Zwischenfälle. Eine kleine Anerkennung durch einen Kunden oder auch ein hilfreiches Gespräch mit einer Kollegin. Jeden Tag erleben wir bei Herrmann & Tallig etwas, das es sich lohnt, weiterzuerzählen. Jeden Tag gibt es kleine Geschichten zu berichten und jeden Tag überraschen wir uns selbst mit Erfindungsreichtum und „Möglichmachertum“. Jeder von uns ist ein wichtiger Teil im Unternehmen. Und alle sind wir aufeinander angewiesen. Was würden Sie ohne Material machen, ohne gewaschene Wischbezüge, Dienstpläne oder Urlaubsscheine? Und was würden Bereichsleiter ohne Sie machen, die Sie kleine Ungereimtheiten direkt in Ihrem Objekt klären, improvisieren wenn die Logistik eben auch mal nicht funktioniert hat oder der Urlaub verschoben werden muss? Wir sind aufeinander angewiesen und genau diese Gemeinsamkeit treibt Herrmann & Tallig an. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erbauliche Adventszeit, frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2013. Freuen wir uns auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr!

Ihr Ingo Herrmann

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