Tag Archives: Halle (Saale)

MATISSE

Henri Matisse: Das Papageienweibchen und die Sirene (auch: Der Sittich Und Die Sirene), Gouache / Scherenschnitt // Entstehungsjahr: 1952 // Format: 337 x 773 cm // Standort: Amsterdam (Stedelijk Museum)

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Der Hamilton-Moment

Beitrag von Hans-Werner Sinn

Erschienen in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Freitag, 22.05.2020, Nr.118, S.17 (Fremde Federn).

Die seit 2008 schwelende Euro-Krise, die im Kern eine Wettbewerbskrise der überteuerten Länder Südeuropas ist, wird in stetem Rhythmus durch immer teurer werdende Bail-out-Aktionen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Eurostaaten zugedeckt. Mit den Summen wächst das Pathos. Diesmal bemühte der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sogar den Vergleich mit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. In einem Interview mit der „Zeit“ zitierte er Alexander Hamilton, um eine Kreditaufnahme der EU im Um-fang von zunächst 500 Milliarden Euro zu begründen, mit Hilfe deren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron nun die aufgrund der Corona-Epidemie erhöhte Gefahr von Staatskonkursen und entsprechenden Gläubigerverlusten in Südeuropa abwenden wollen. Das Pathos ist notwendig, um den Um-stand zu überdecken, dass der EU-Kommission nach Artikel 310 und 311 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union eine Kreditfinanzierung ihrer Ausgaben verboten ist.

Alexander Hamilton, der noch immer die 10-Dollar-Note der Vereinigten Staaten schmückt, war der erste Finanzminister der Vereinigten Staaten. Er hatte 1790 kurz nach der Gründung Amerikas die Schulden der Einzelstaaten zu Bundesschulden gemacht. Die Schulden sollten durch gemeinsame Importzölle bedient werden. Hamilton argumentierte, diese Schulden seien im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten (1775 bis 1783) entstanden und müssten nun auch gemeinsam getragen werden.

Den Vergleich von Olaf Scholz kann man insofern nachvollziehen, als der Kampf der europäischen Staaten gegen das Virus an den Kampf der amerikanischen Staaten gegen die Briten erinnert. Dennoch hätte der Finanzminister besser daran getan, diesen Vergleich zu unterlassen. Er ist schief, weil Europa anders als seinerzeit die Vereinigten Staaten noch keinen gemeinsamen Staat gegründet hat – ja, wie das Urteil des Verfassungsgerichts von vergangener Woche noch einmal unmissverständlich klargemacht hat, noch meilenweit davon entfernt ist. Gerade Frankreich hatte sich erfolgreich gegen die gemeinsame europäische Verfassung gestemmt, weil es zwar eine Fiskalunion, nicht aber eine politische Union wollte. Außerdem ist zu bedenken, dass der amerikanische Bundesstaat die Schulden der Einzelstaaten nicht um-sonst übernahm, sondern im Gegenzug die Abtretung von Gebieten verlangte.

Vor allem aber ist der Vergleich wegen der schlechten Erfahrungen, die Amerika hernach mit der Schuldenunion machte, äußerst beunruhigend. Hamilton meinte, dass die Vergemeinschaftung der Schulden „Zement“ für den neuen amerikanischen Staat sei. Da irrte er jedoch. Die Vergemeinschaftung, die in den Jahren 1814 bis 1816 während des zweiten Krieges gegen die Briten nochmals wiederholt wurde, änderte das Verhalten der Einzelstaaten in einer Art und Weise, die alles nur noch schlimmer machte.

Da nun Gläubiger und Schuldner davon ausgingen, dass man auch in Zukunft die Schulden der Einzelstaaten vergemeinschaften und nach Washington schieben würde, wurden in wachsendem Umfang Kredite aufgenommen und zur Finanzierung von Investitionen verwendet. Überall wurden Straßen, Brücken, Kanäle und öffentliche Gebäude er-richtet. Das ließ sich zunächst prächtig an. Die Bauarbeiter fanden Jobs, und für die Zeit nach der Bauphase freute man sich schon auf ei-ne bessere Infrastruktur, die weiteres Wirtschaftswachstum hervor-bringen würde. Die Gläubiger, die sich in der Sicherheit wähnten, dass der Zentralstaat sie schützen werde, begnügten sich mit niedrigen Zinsen, und die Schuldner waren gerne bereit, Kredit aufzunehmen, da sie nicht davon ausgingen, dass sie ihn selbst würden zurückzahlen müssen.

Der Bauboom führte jedoch zu einer Bonanza-Stimmung, die insbesondere in der zweiten Hälfte der 1820er Jahre immer mehr Kreditwachstum induzierte und zu einer Wirtschaftsblase führte, die schließlich Mitte der 1830er Jahre platzte. Das lag auch daran, dass sich die extrem aufwendigen Investitionen in die Wasserstraßen wegen der auf-kommenden Eisenbahnen als Fehlinvestitionen erwiesen. Die Finanzmärkte gerieten 1837 in Panik, und es begann eine Rezession, von der sogar die europäischen Handelspartner erfasst wurden, allen voran Großbritannien. Die Finanznöte zwangen manche Staaten, die Zahlungen an Bedienstete und Lieferanten einzustellen. 1839 kam die Kreditvergabe auf dem offenen Markt zum Erliegen, und die amerikanische Volkswirtschaft rutschte in eine tiefe Depression.

In dieser Situation versuchte der Zentralstaat zu helfen, indem er den Einzelstaaten mit eigenen Krediten unter die Arme griff, doch waren seine Möglichkeiten alsbald erschöpft. Im Jahr 1841 mussten Florida, Mississippi, Arkansas und Indiana ihre Zahlungsunfähigkeit erklären und stellten die Bedienung ihrer ausstehenden Anleihen ein. Andere Staaten wie Alabama, New York, Ohio und Tennessee hatten ebenfalls Zahlungsschwierigkeiten, konnten aber den formellen Konkurs gerade noch vermeiden. Insgesamt gingen neun der im Jahr 1842 existieren-den 29 Staaten und Territorien der Vereinigten Staaten in Konkurs. Nichts als Streit und Unfrieden waren durch die Sozialisierung der Staatsschulden entstanden.

Der Historiker Harold James aus Princeton hat dazu lakonisch bemerkt, Hamilton habe dem neuen Staat nicht Zement, sondern Spreng-stoff geliefert. In der Tat kann man eine direkte Linie vom Jahr 1842 zu dem neunzehn Jahre später einsetzenden Sezessionskrieg ziehen. Dieser Krieg ist zwar durch die ungelöste Sklavenfrage und Zollstreitigkeiten ausgelöst worden, doch die unlösbare Schuldenproblematik, so James, hat zu den Spannungen beigetragen, die sich in diesem Krieg entluden.

Die Amerikaner sind aus ihrem Schaden klug geworden, denn sie reagierten darauf, indem sie strikte Schuldengrenzen für die Einzelstaaten verabredeten und der Schuldensozialisierung ein Ende bereiteten. Da ein jeder Schuldner wusste, dass er für seine Schulden selbst würde einstehen müssen, und die Gläubiger aus Angst vor dem Konkurs der Schuldner bei wachsenden Schulden höhere Zinsen verlangten, blieben Amerika weitere Schuldenexzesse auf der Ebene der Einzelstaaten fort-an erspart.

Auch später, als die Vereinigten Staaten Anfang des zwanzigsten Jahr-hunderts ihre Zentralbank gründeten, blieb die Schuldendisziplin er-halten, denn im Gegensatz zum Eurosystem kaufte das amerikanische System der Zentralbanken keine Anleihen der Einzelstaaten. Als Kalifornien vor einigen Jahren am Rande des Konkurses stand und eine eigene Ersatzwährung ausgab, die IOUs, kam die Federal Reserve Bank diesem Staat nicht mit dem Kauf seiner Anleihen zu Hilfe. Ebenso wenig half sie Staaten wie Illinois oder Minnesota, die arge Finanznöte hatten und öffentliche Einrichtungen schließen mussten, weil sie sie nicht mehr bezahlen konnten. Das Ganze spielte sich ab bei Schulden-quoten, die um eine Zehnerpotenz unter den Quoten der hochverschuldeten Staaten Südeuropas lagen. Nur auf der Ebene des Bundesstaates gab es in den vergangenen Jahren ebenfalls Entwicklungen, die Anlass zur Sorge geben, aber das lag vermutlich auch an der Vergemeinschaftung, die mit solchen Schulden automatisch verbunden ist.

Europa hat jetzt die Wahl, ob es, dem Druck des Augenblicks nachgebend, weiterhin die Fehler der ersten Jahrzehnte Amerikas wiederholen möchte oder ob es sich auf ein System der Schuldendisziplin zurückbesinnen möchte, um die Verhältnisse in den Vereinigten Staaten nach dem Sezessionskrieg zu imitieren. Es hat die Möglichkeit, aus den amerikanischen Fehlern zu lernen. Dafür ist es trotz der gewaltigen Schul-den, die schon aufgelaufen sind, nicht zu spät, denn es gibt Reformoptionen, die das Zerstörungswerk der Schuldensozialisierung vermeiden. Sie ähneln dem Drücken des Reset-Knopfes am Computer und reichen von Schuldenschnitten mit Kapitalverkehrskontrollen bis hin zu temporären Euroaustritten zum Zwecke der Währungsabwertung, wie sie in der Griechenland-Krise erwogen wurden.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Poesie der Zukunft

Anastasius Grün (Anton Alexander Graf von Auersperg)

Wo sie die wilde Schlacht geschlagen haben,
O lauscht nicht auf dem Feld nach Lerchensange!
Da kreischt die Krähe nur nach blankem Fange,
Dann kommen erst die Geier und die Raben;

Sie kommen zu beerben, zu begraben;
Dann kommt Erstarrung, Schweigen, lange, lange,
Bis spät der Sämann kommt vom nächsten Hange,
Zu streuen seines Saatkorbs neue Gaben.

Als läg’ im Körnlein eine Liederseele,
Erhebt sich dann aus seinem Ährenmeere
Die Lerche, eine sangbegabte Ähre.

„Wann steigt aus goldner Saat die goldne Kehle?“
Mich dünkt, die Toten sind noch unbegraben,
Noch währt die Zeit der Geier und der Raben.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Samstag, Nr.108, 09.05.2020, S. 16

Leave a Comment

Filed under Poesie

Krise und Chance – 機會 vs. 危機

Krise und Chance (Chinesisch)

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Rein­hold Au­mai­er

Feiner Herr

Hat mit dieser
grobschl(a)echtigen Welt
fast gar nichts mehr
am Hut

Hängt ihn an den Na­gel

Hebt innerlich ab

Und ist versch
wunderbarerweise
demnächst ein
Wolkerl im end
losen Blau

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Donnerstag, 19. Dezember 2019, Nr. 295, S. 9.

Leave a Comment

Filed under Poesie

Vorstellung Ingo Herrmann Gesellschaft der Freunde der Oper und des Balletts Halle e.V. Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder der Gesellschaft der Freunde der Oper und des Balletts Halle e.V.,

die wenigsten von Ihnen werden mich kennen und leider kann ich aufgrund eines langfristig geplanten Urlaubs nicht persönlich die Gelegenheit ergreifen um heute meine Bereitschaft für die Vorstandsarbeit und die Übernahme der Präsidentschaft des Vereins zu erklären.

Trotzdem möchte ich in dieser Mitgliederversammlung das Wort an alle Mitglieder des Vereins richten um Ihnen die wesentlichen Aspekte darzulegen, die Sie bewegen könnten einen un-sichtbaren Unbekannten zu wählen.

Die Allgemeinheiten vorneweg: Mein Name ist Ingo Herrmann, ich bin 35 Jahre alt, Hallenser und habe Kunstgeschichte studiert. Wie bei den meisten hier, kreist mein Mond der Freizeit um den großen Planeten Arbeit. Dieser Planet heißt bei mir seit einigen Jahren Herrmann & Tallig, wo ich als Geschäftsführer tätig bin. Mit mehr als 900 Mitarbeitern bin ich in dieser Funktion meist gut beschäftigt. Dennoch liegen mir die kulturellen Institutionen der Stadt, insbesondere die Oper, am Herzen.

Als Hallenser sind wir zumeist stolz auf die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt. Dieser Stolz ist auch aus meiner Sicht mehr als berechtigt. Die Oper und auch das Ballett tragen auf einer institutionellen Ebene maßgeblich zu dieser bunten Vielfalt und dem breiten kulturellen Angebot in der Stadt Halle bei. Sie sind unabdingbare Sehnsuchtsorte.
Personelle Wechsel, ein damit einhergehender Wandel des Programms, der Verlust liebgewonnener Sehgewohnheiten oder räumliche Veränderungen, sollten uns jedoch nicht davon abhal-ten den Rahmen, der diese Vielfalt ermöglicht, weiterhin zu unterstützen.

Nach einer Definition von Wikipedia ist ein Förderverein „…in der Regel ein Verein, dessen Hauptzweck in der Verbindung von finanziell potenten Geldgebern und einer unterfinanzierten gemeinnützigen Einrichtung besteht.“ Auch die Gesellschaft der Freunde der Oper und des Balletts Halle e.V. ist ein Förderverein mit dem satzungsmäßigen Ziel „…die Oper Halle und deren Ballett bei der Realisierung ihrer Ziele finanziell, ideell und organisatorisch…“ zu unterstützen. Wie wir diese Aufgabe in den kommenden Jahren noch besser erfüllen und welche konkreten Ziele wir gemeinsam für die Oper realisieren, muss in den kommenden Wochen im neuen Vorstand erarbeitet werden.

Natürlich darf ein Förderverein wie die Gesellschaft der Freunde der Oper und des Balletts Halle Ansprüche an eine künstlerische Leitung formulieren. Einigkeit haben wir in der Gewissheit der künstlerischen Freiheit. Einigkeit haben wir auch darin, kein kulturelles Mehlspeisenparadies zur Absättigung einzufordern, sondern Oper, die Ihrer Rolle als Wächter der Herzensgeheimnisse, als Initiator von Kritik, Beobachter oder Kommentator, ihrer kulturpolitischen und gesell-schaftlichen Verantwortung nachkommt.
Gerade in der aktuellen Diskussion um die Ausrichtung der Oper und des Balletts innerhalb der TOO GmbH müssen wir als Freunde uns jedoch auch in Galionspositur werfen. Die Oper ist nicht nur die schattige Heimat der Erfrischungsgespräche, der Ort für Exzellenznachmittage und Mercedesgefühl. Gerade in Halle, mit seiner vielfältigen Bevölkerungsstruktur gilt es Wege zu fin-den, noch mehr Menschen für das Musiktheater zu begeistern.

Die Liebe zur Kunst hat bekanntlich nichts mit schöpferischer Begabung zu tun. Oberste Prä-misse des neuen Vorstandes wird es daher sein, die finanziellen Möglichkeiten des Vereins zu vergrößern. Das hierbei konstruktive Kontinuität ebenso erforderlich ist, wie die Suche nach neuen Wegen ist offenkundig. Kein schrulliges Vermeiden, wo beherzte Dreistigkeit angebracht ist. Kein unnötiges Optimierungsbemühen, wo neue Wege zwingend erforderlich sind.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mich heute – trotz Abwesenheit – in dieses verantwortungsvolle Amt wählen, weil ich glaube die notwendige Zuversicht für die Zukunft des Vereins mit der erforderlichen Kraft und Muse zu verbinden, die notwendig sind, dieses Vorhaben zum Erfolg zu führen. Ich würde mich freuen, Sie in den kommenden Wochen und Monaten näher kennenzu-lernen und in einen Austausch über den Verein und dessen Wirken zu treten.

Vielen Dank!

Ingo Herrmann

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Rede Wirtschaftsbeirat Hallescher Fußball Club HFC e.V. (08.12.2015)

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich darf Sie im Namen des Vorstandes des Wirtschaftsbeirates des HFC ganz herzlich hier in den Räumen des Kunstvereins Talstraße in Halle begrüßen. Mein Name ist Ingo Herrmann. Ich bin Geschäftsführer der Herrmann & Tallig Objektdienste GmbH.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen hier auch einige Worte zu Herrmann & Tallig zu verlieren. Ich könnte ihnen jetzt Stundenlang erzählen, wie facettenreich ein Gebäudedienstleister wie wir aufgestellt ist: Bau-, Krankenhaus-, Solar-, oder  Büroreinigung, Winterdienst, Grünanlagenpflege, Hausmeisterdienste usw. Aber man kann das auch kurz und knackig machen: Wir – also Herrmann & Tallig – sorgen für Sauberkeit und Hygiene in Mitteldeutschland.

Das ist die Realität in der wir leben.

Vom einfachsten Dreck auf dem Flur, über die blutigen Hinterlassenschaften von Selbstmördern bis hin zum sterilen Reinraumen, der Lebensmittelproduktion oder einer komplexen Desinfektion im OP-Saal.  Das ist unser tägliches Brot.

Das klingt für viele oft banal und in der Tat: Reinigung scheint heutzutage oft banal. Aber ohne Hygiene, ohne Sauberkeit, ohne die kontinuierliche Reinigung von allem möglichen, gäbe es heute weniger Gesundheit und die Menschheit – gewagte These –wäre nicht dort, wo sie heute ist.

Das am gesundheitlichen Wohlbefinden ausschließlich die Gebäudereiniger schuld sind, wäre natürlich vermessen zu behaupten. Auch die Medizin hat ihren bescheidenen Anteil an der Entwicklung…

Auch wenn unsere Erfahrung im Krankenhaus zeigt – und da muss ich eine Lanze für unsere Mitarbeiter brechen –  das die Reinigung in den seltensten Fällen an Keimverschleppungen schuld ist, sondern fast immer die Schwestern und Ärzte die sich nicht die Hände desinfizieren. Aber das nur am Rande. Dennoch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Professor Bernd Fischer, den Leiter des anatomischen Instituts, dass er die Führung durch die Meckelsche Sammlung selbst vorgenommen hat und damit den ersten Brückenschlag zur Gebäudereinigung getan hat … auch wenn die Anatomie nicht mehr so viel mit Wohlbefinden zu tun hat.

Jetzt kann man sich noch Fragen, warum ein Gebäudereinigungsunternehmen hier den Kunstverein ausgewählt hat um eine Sitzung des HFC-Wirtschaftsbeirates auszurichten. Die einfache Antwort: Ich hab Kunstgeschichte studiert, mag diesen Verein und wollte einen Brückenschlag zwischen Sport auf der einen und Kunst auf der anderen Seite.

Sport heißt schließlich nicht nur „aufgepumpter Muskelprotz“, sondern auch Kultur. Im Idealfall ist Fußball sogar Kunst. Und Kultur, Kunst ist für uns – für mich zumindest – essentiell. Kunst gibt Inspiration, … regt zum Nachdenken an, Kunst bringt uns auf andere Gedanken oder ist schön.

Beide – Sport wie auch Kunst – sind sich nicht unähnlich: Sie erfordern Kreativität, Ausdauer, Geschick, Schnelligkeit. Sie können kräftezehrend sein. Beide haben auch eine geistige Komponente: benötigen Regeln, haben eine Strategie.

Und was hat das alles nun wiederum mit Gebäudereinigung zu tun? Was verbindet Gebäudereinigung, Kunst, Sport, Wirtschaft?

Im Wesentlichen, dass all das von Menschen, für Menschen gemacht wird.

Bei Herrmann & Tallig sind das über 850 Mitarbeiter, die jeden Tag irgendwo zwischen Erfurt, Dresden, Stendal , Magdeburg und Halle versuchen, unseren Auftrag – Sauberkeit und Hygiene – in die Tat umzusetzen. Und wie überall beim Umgang mit Menschen, ist die schwerste Arbeit die Arbeit mit dem Menschen, ihn zu gewinnen, zu motivieren und dort hin zu führen, wo er das bestmögliche schafft. Das ist die Klammer, die uns heute verbindet.

Ganz in dem Sinne: Es hat schwach angefangen und stark nachgelassen, danke ich für die Aufmerksamkeit. Frohe Weihnachten und BLEIBEN SIE SAUBER!

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Beitrag Eyebizz

Beitrag Eyebizz

Beitrag Eyebizz 01/2015, S.16

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Offen gesagt – Kolumne H&T Journal

Wenn Sie am Morgen oder Abend in Ihr Objekt kommen, haben Sie vielleicht auch schon einmal über den Sinn der Arbeit nachgedacht: Saubermachen – wo doch am nächsten Tag eh alles wieder dreckig ist? Gewischte Flure, die mit schnoddrigem Schuhwerk binnen Sekunden in wilden Acker verwandelt werden. Glastüren, für die ein Leben ohne Griffspuren unmöglich scheint, und schließlich Blütenblätter, Insekten und Erdkrümel, die sich täglich zu Fensterbänken hingezogen fühlen. Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Sisyphos, einem griechischen Helden, der bis in die Ewigkeit einen Marmorblock den Berg hinaufrollen muss. Kaum oben angekommen rollt dieser Block auf der anderen Seite des Berges wieder herunter: Sprichwörtlich eine Sisyphos-Aufgabe, die niemals endet. Auch Reinigung hat kein Ende, kein endgültiges, sauberes Ergebnis, sondern beschreibt einen Prozess – ein ständiges Bemühen um Sauberkeit und Hygiene.

Wie immer wenn man selbstversunken über Sinnfragen grübelt, holt einen die Realität zurück auf den Boden der Tatsachen: Hochwasser. Betroffene Kunden, die dankbar waren, dass Kollegen Sandsäcke stapelten oder verschlammte Räume wieder begehbar machten. Hier wurde der Sinn offenbar, wie das Vorher-Nachher-Foto in einem Artikel veranschaulicht. Die tägliche Unterhaltsreinigung hat eine mindestens genauso wichtige Bedeutung: Was würde passieren, wenn niemand mehr sauber macht?

Vielleicht hat der eine oder andere dieses Experiment schon einmal in den eigenen vier Wänden durchgeführt: Nach einer Woche entwickeln Wollmäuse in den Ecken ein kurioses Eigenleben, die Seifenreste im Waschbecken bilden schmierige Gebirge und nach einer weiteren Woche verhindert der klebrige Küchenboden schnelle Bewegungen hin zum Kühlschrank. Sauberkeit ist ein wichtiger Wohlfühl-Faktor und wir alle sind gewissermaßen die tägliche Portion Wellness für die Mitarbeiter und Besucher in den Büros, Hotels, Banken usw., die wir als Kunden betreuen. Das tägliche Bergauf-Bergab, die Regelmäßigkeit ist unsere Aufgabe, deswegen sind wir Dienstleister. Diesen Dienst besser zu leisten ist unser Anspruch als Handwerker. Anders als Sisyphos mit seinem Marmorblock hat unser Schaffen eine Bedeutung: Menschen ein Wohlgefühl zu vermitteln. In Krankenhäusern, Pflegeheimen, Laboren und Praxen auch vor Krankheiten zu schützen. Durch unsere Arbeit erhalten wir Gebäude und verbaute Materialien in Ihrem Wert und nicht zuletzt entlasten wir unsere Kunden und schaffen Freiraum, sich mit an- deren Dingen zu befassen. In diesem Sinne bin ich stolz auf das was wir gemeinsam tagtäglich leisten.

Genießen Sie den Sommer.

Ihr Ingo Herrmann

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Desinfektionsspender von Sanifair

Sieht nicht so lecker aus und die Damen und Herren von Tank und Rast wollen auch noch 20 ct (70 ct – 50 ct = 20 ct)  dafür.

Lustigerweise gibt es derzeit eine Aktion der Autohöfe (=abseits der Autobahn), wo man für die Toilettennutzung 50 ct zahlt und anschließend einen Wertbon über 70 ct bekommt.

Keine Ahnung wer bei denen für die Hygiene zuständig ist: WIR AUF ALLE FÄLLE NICHT!

Sanifair Desinfektionsspender Detail

Sanifair Desinfektionsspender Detail

Sanifair Desinfektionsspender

Sanifair Desinfektionsspender

Leave a Comment

Filed under Allgemein