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Offen gesagt – H&T Journal

Das Jahr 2016 wird – in gewohnter Weise – an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Herrmann & Tallig hat sich zu einer festen Größe im Segment der Gebäudedienstleister in Mitteldeutschland entwickelt. Verbindlicher und vertrauensvoller Ansprechpartner für viele Kunden, die darauf zählen, sich gemeinsam mit uns auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: das Kerngeschäft.

Die vergangenen Jahre waren dabei geprägt von beständigem Wachstum. Die Branche der Gebäudereiniger hat sich verändert, wir haben uns verändert und vieles ist vermeintlich einfacher oder komplizierter, anspruchsvoller oder uninteressanter geworden. Letztlich bleiben WIR aber dieselben, die – zum Teil seit Jahrzehnten – miteinander arbeiten. Viele von Ihnen haben Herrmann & Tallig geprägt und zu dem gemacht, was wir heute sind. Dass auch ich meinen Teil dazu beigetragen habe, macht mich stolz.

2016 habe ich schließlich meinen 65. Geburtstag gefeiert. Viele verbinden mit diesem Alter Renteneintritt und Ruhestand. „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…“ sang einst Udo Jürgens. Doch nachdem ich das Unternehmen fast 30 Jahre geführt habe, wird es für mich nicht darum gehen, ein „Leben anzufangen“. Wie jeder von uns werde ich in den kommenden Jahren wieder die überwucherten Irrwege der eigenen Biografie betreten, vor allem: mehr Reisen, die Welt und fremde Kulturen erkunden. Ein Leben lang folgen wir den Sumpflichtern von Sehnsucht und Verlangen, mal diesen, mal jenen. Auch wenn ich nicht von Ruhestand sprechen möchte, so ist es doch Zeit, den Staffelstab an eine neue Generation von Unternehmern zu übergeben, die Herrmann & Tallig weiterführen und auf den Fundamenten der Vergangenheit solide weiterbauen. Ihnen allen wünsche ich dafür nicht nur alles Gute für die Zukunft, sondern zunächst auch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start für das Jahr 2017.

Günter Herrmann (Ingo Herrmann)

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Offen gesagt – Kolumne H&T Journal

Wenn Sie am Morgen oder Abend in Ihr Objekt kommen, haben Sie vielleicht auch schon einmal über den Sinn der Arbeit nachgedacht: Saubermachen – wo doch am nächsten Tag eh alles wieder dreckig ist? Gewischte Flure, die mit schnoddrigem Schuhwerk binnen Sekunden in wilden Acker verwandelt werden. Glastüren, für die ein Leben ohne Griffspuren unmöglich scheint, und schließlich Blütenblätter, Insekten und Erdkrümel, die sich täglich zu Fensterbänken hingezogen fühlen. Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Sisyphos, einem griechischen Helden, der bis in die Ewigkeit einen Marmorblock den Berg hinaufrollen muss. Kaum oben angekommen rollt dieser Block auf der anderen Seite des Berges wieder herunter: Sprichwörtlich eine Sisyphos-Aufgabe, die niemals endet. Auch Reinigung hat kein Ende, kein endgültiges, sauberes Ergebnis, sondern beschreibt einen Prozess – ein ständiges Bemühen um Sauberkeit und Hygiene.

Wie immer wenn man selbstversunken über Sinnfragen grübelt, holt einen die Realität zurück auf den Boden der Tatsachen: Hochwasser. Betroffene Kunden, die dankbar waren, dass Kollegen Sandsäcke stapelten oder verschlammte Räume wieder begehbar machten. Hier wurde der Sinn offenbar, wie das Vorher-Nachher-Foto in einem Artikel veranschaulicht. Die tägliche Unterhaltsreinigung hat eine mindestens genauso wichtige Bedeutung: Was würde passieren, wenn niemand mehr sauber macht?

Vielleicht hat der eine oder andere dieses Experiment schon einmal in den eigenen vier Wänden durchgeführt: Nach einer Woche entwickeln Wollmäuse in den Ecken ein kurioses Eigenleben, die Seifenreste im Waschbecken bilden schmierige Gebirge und nach einer weiteren Woche verhindert der klebrige Küchenboden schnelle Bewegungen hin zum Kühlschrank. Sauberkeit ist ein wichtiger Wohlfühl-Faktor und wir alle sind gewissermaßen die tägliche Portion Wellness für die Mitarbeiter und Besucher in den Büros, Hotels, Banken usw., die wir als Kunden betreuen. Das tägliche Bergauf-Bergab, die Regelmäßigkeit ist unsere Aufgabe, deswegen sind wir Dienstleister. Diesen Dienst besser zu leisten ist unser Anspruch als Handwerker. Anders als Sisyphos mit seinem Marmorblock hat unser Schaffen eine Bedeutung: Menschen ein Wohlgefühl zu vermitteln. In Krankenhäusern, Pflegeheimen, Laboren und Praxen auch vor Krankheiten zu schützen. Durch unsere Arbeit erhalten wir Gebäude und verbaute Materialien in Ihrem Wert und nicht zuletzt entlasten wir unsere Kunden und schaffen Freiraum, sich mit an- deren Dingen zu befassen. In diesem Sinne bin ich stolz auf das was wir gemeinsam tagtäglich leisten.

Genießen Sie den Sommer.

Ihr Ingo Herrmann

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