Tag Archives: Jagd

Ansitzjagd

Das erste mal im Jahr 2015 und statt rasender Rehböcke ein Kuckuck und ein Fuchs auf der Mäusejagd…

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Vegetarismus – maybe!

Seit ersten Januar 2013 bin ich Vegetarier. BEWUSSTER FREIWILLIGER VERZICHT AUF FLEISCH zeichnet – laut Definition – einen Vegetarier aus. Natürlich heißt Freiwilligkeit nicht Dogma, so das ich mir die Freiheit nehme SELBST GETÖTETES zu essen (Jagd usw.). Vegetarismus kann also ein Phänomen des Augenblicks sein, das jeden Moment ausgesetzt und wieder eingesetzt werden kann (im Gegensatz zum Beispiel zum Christentum, das man nicht einfach so ablegen kann, ist man erst einmal getauft). Mein Abweg heißt selbst gejagtes, ein Pfad den ich seit Jahresbeginn zwei mal beschritten habe. Soweit zum Stand der Dinge.

„Don’t be a Maybe“

„Don’t be a Maybe“

Man könnte denken ich verzichte aus ethischen Gründen, aber ich bin eigentlich ein Freund der Massentierhaltung. Wobei Freund schon wieder zu positiv besetzt ist: Ich sehe durchaus den Bedarf an Massentierhaltung – und das aus verschiedenen Gründen. Um viele Menschen zu versorgen, bedarf es vieler Tiere, die nicht alle im Allgäu auf der Weide stehen können, sondern ein wenig Platzsparender in geeigneten Unterkünften gehalten werden müssen. WAS GENAU GEEIGNET bedeutet, steht auf einem anderen Blatt.

Auf eine solche Idee komme ich natürlich nicht allein. Die Inspiration: Christian. Ein Gespräch beim Afrikaner. Christian können nicht auf Fleisch verzichten. Ich meint, für mich sei das kein Problem. Das Experiment läuft. Ein Problem ist es dabei in der Tat nicht auf Fleisch zu verzichten, vielmehr ist es eine Umstellung von Gewohnheiten. Eben nicht in der Autobahnraststätte die Gulasch-Suppe zu nehmen (beinah passiert!), sondern etwas anderes.

Gerade im Ski-Urlaub war die Verführung zwar groß doch am Tiroler-Speck zu scheitern, aber seither sind die Versuchungen nicht mehr soo verlockend, als das es Überwindung bedarf.

Das zum Vegetarismus.

Gestern stand ein Beitrag in der FAZ das meine Generation unentschlossen ist. Nicht mehr zuspitzen kann. Keine klare Meinung findet.

Bin ich ein Maybe? Nicht Fleisch essen wollen, aber doch selbst Gejagtes. Nicht klar gegen Massentierhaltung aber auch nicht klar dafür? Gelegentlich rauche ich abends am Fenster eine Zigarette. Weil Sie mir das Gefühl gibt, kein Maybe zu sein? Sich ganz klar für den fiesen Lungenkrebs zu entscheiden? Ich muss darüber nachdenken, nachdem ich diese Werbung seit der ersten Plakatierung letzten Sommer ziemlich Scheiße fand, glaube ich nun die Tiefgründigkeit der Werbemacher erfasst zu haben. Hat Ratze (Benedikt XVI) vielleicht doch recht, wenn er von einer „Diktatur des Relativismus“ spricht, „…die nichts als definitiv anerkennt und die als letztes Maß nur das eigene Ich und seine Wünsche gelten lässt…„? Die Generation Maybe. Die Relativierer ohne Werte? EIGENTLICH mag ich ja Fleisch…

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Treibjagd

Treibjagd

Treibjagd am 3.November 2012 im Mühlhausener Stadtwald

Am 3.November war es soweit: Meine erste Beteiligung an einer Treibjagd. Da ich meganervös in Mühlhausen angereist bin, wurde ich aber sehr bedächtig vom verantwortlichen eingewiesen. Alle Ängste die man so hat (hoffentlich erschieße ich keinen Hund; …keinen Treiber) wurden mir jedoch spätestens während der Jagd genommen. Wie kann man warnwestenorangene Hunde oder Treiber erschießen? Nahezu unmöglich! Leider nix geschossen, da ich (1) einfach zu anständig bin (ein Stück Dammwild frontal wird nun einmal nicht geschossen, auch wenn der ein oder andere Jäger anderer Meinung gewesen sein mag) und (2) auch ein wenig zu blöd. Hatte ich doch tatsächlich ein Wildschwein im Visir, war bereit zu schießen und hatte sogar schon abgedrückt, merke jedoch: VERDAMMT! NICHT ENTSICHERT! Da war es dann jedoch bereits zu spät, der Überläufer in einen Stangenwald geflüchtet und ich enttäuscht, wütend aber auch ein wenig stolz. Denn: Ich hätte sauber geschossen. Dann halt beim nächsten mal.

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Vögeln

Ich bin ein begeisterter Zeitungsleser. Ab und an. Erst recht jetzt, wo doch ePaper so angesagt sind. Das neue Windows 8. usw. Sobald ich in eine dieser Begeisterungsphasen eintrete, eröffnet sich mit jedem noch so kleinen Artikel, manch einer verschmäht sie als Randnotiz, mit jedem Leserbrief und jeder Kolumne eine kleine Welt voller neuer Kuriositäten. Dinge, denen man vor der Lektüre keine Aufmerksamkeit schenkte, erscheinen plötzlich in einem hellen Schlaglicht der Erkenntnis. So geschehen, hat mich ein Leserbrief in der FAZ vom 27.Oktober über die Novellierung des nordrhein-westfälischen Jagdrechts informiert. Ein Mühlheimer schildert darin seine ornithologischen Beobachtungen der letzten Jahre und führt aus, dass er vor wenigen Jahrzehnten eine Unzahl von Vögeln beobachten konnte, die er namentlich benennt, heute jedoch neben Amseln und Staren nur noch Elstern und Krähen vor die vögelversierte Beobachter-Linse bekommt.

Er scheint das nicht zu beklagen, niemandem einem Vorwurf zur machen, sondern führt einen Sachverhalt an auf den er diesen Umstand zurückführt: Das Jagdverbot auf Elster und Eichelhäher. Diese trieben seitdem ihr Unwesen, setzten die kleineren Singvögel (beide sind im Übrigen auch als Singvögel beschrieben) auf ihren Speiseplan und trügen entsprechend zur Verminderung der Vielfalt aktiv bei. Die einstmals unter Schutz gestellten veränderten so das bestehende Gefüge zu ihrem Vorteil und die früher beobachteten Neuntöter, Gimpel und Tannenmeisen verschwänden. Die Initiative zum Schutz von Elster und Eichelhäher führte der Briefeschreiber auf die Grünen zurück, die nun wiederum maßgeblich an die Novellierung des Jagdgesetzes wirken – klar, sie sind ja auch Regierungspartei.

Konnte jemand eine solche Entwicklung anderweitig wissenschaftlich nachweisen? Gibt es da eine Grundlage für die Behauptung die Ausbreitung der Elster und des Eichelhähers unterbinde die Verbreitung von anderen, kleineren Singvögeln? Ich weiß es nicht, nur das alles Wissen irgendwie veränglich erscheint. So war einstmals auch die Fuchsjagd eine angesehene Sache und ja, heute scheint insbesondere in Großstädten eine „Fuchsplage“zu herrschen. Im Wald dagegen eine Mäuseplage. Fressen Füchse nicht Mäuse? Haben wir aufgrund der Mäuseplage (=Nahrungsüberangebot) eine Fuchsplage? Die Stadtfüchse sind also nur die Kulturbeflissenen, die sich im städtischen Getümmel auf die Suche nach einer Abwechslung für den so einseitigen Speiseplan machen und – begeistert vom reichhaltigen städtischen Ambiente – ansässig werden? Nächste Woche bin ich zu einer Treibjagd irgendwo östlich von Halle (Saale) eingeladen. Füchse sind freigegeben. Soweit ich weiß gibt es dort aber auch eine Mäuseplage… Und noch was: Könnte mir gleich noch mal jemand erklären, warum man Rehböcke nur bis zum 15. Oktober schießen darf und Ricken bis weit in das kommende Jahr hinein?

Egal was politisch entschieden wurde: Gesetzgebungskompetenz ist nun einmal Gesetzgebungskompetenz, Entscheidungen müssen politisch getroffen werden und irgendein Lobbyverband wird schon noch eine Statistik aus der Tasche ziehen um einen weiteren Aspekt in den Fokus der Entscheider zu bringen. Bleibt nur zu hoffen, das jene die Kraft haben, auch eigene Fehlentscheidungen – falls es denn welche waren – in Frage zu stellen. Ich gehe jetzt mal zum Fenster: Erstaunlicher Weise sehe ich bei uns im Garten auch nur noch Kleiber und Meißen. Vielleicht sollte ich mehr Zeit am Fenster verbringen als vor Windows?

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