Tag Archives: Kolumne

Offen gesagt – Kolumne H&T Journal

Wenn Sie am Morgen oder Abend in Ihr Objekt kommen, haben Sie vielleicht auch schon einmal über den Sinn der Arbeit nachgedacht: Saubermachen – wo doch am nächsten Tag eh alles wieder dreckig ist? Gewischte Flure, die mit schnoddrigem Schuhwerk binnen Sekunden in wilden Acker verwandelt werden. Glastüren, für die ein Leben ohne Griffspuren unmöglich scheint, und schließlich Blütenblätter, Insekten und Erdkrümel, die sich täglich zu Fensterbänken hingezogen fühlen. Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Sisyphos, einem griechischen Helden, der bis in die Ewigkeit einen Marmorblock den Berg hinaufrollen muss. Kaum oben angekommen rollt dieser Block auf der anderen Seite des Berges wieder herunter: Sprichwörtlich eine Sisyphos-Aufgabe, die niemals endet. Auch Reinigung hat kein Ende, kein endgültiges, sauberes Ergebnis, sondern beschreibt einen Prozess – ein ständiges Bemühen um Sauberkeit und Hygiene.

Wie immer wenn man selbstversunken über Sinnfragen grübelt, holt einen die Realität zurück auf den Boden der Tatsachen: Hochwasser. Betroffene Kunden, die dankbar waren, dass Kollegen Sandsäcke stapelten oder verschlammte Räume wieder begehbar machten. Hier wurde der Sinn offenbar, wie das Vorher-Nachher-Foto in einem Artikel veranschaulicht. Die tägliche Unterhaltsreinigung hat eine mindestens genauso wichtige Bedeutung: Was würde passieren, wenn niemand mehr sauber macht?

Vielleicht hat der eine oder andere dieses Experiment schon einmal in den eigenen vier Wänden durchgeführt: Nach einer Woche entwickeln Wollmäuse in den Ecken ein kurioses Eigenleben, die Seifenreste im Waschbecken bilden schmierige Gebirge und nach einer weiteren Woche verhindert der klebrige Küchenboden schnelle Bewegungen hin zum Kühlschrank. Sauberkeit ist ein wichtiger Wohlfühl-Faktor und wir alle sind gewissermaßen die tägliche Portion Wellness für die Mitarbeiter und Besucher in den Büros, Hotels, Banken usw., die wir als Kunden betreuen. Das tägliche Bergauf-Bergab, die Regelmäßigkeit ist unsere Aufgabe, deswegen sind wir Dienstleister. Diesen Dienst besser zu leisten ist unser Anspruch als Handwerker. Anders als Sisyphos mit seinem Marmorblock hat unser Schaffen eine Bedeutung: Menschen ein Wohlgefühl zu vermitteln. In Krankenhäusern, Pflegeheimen, Laboren und Praxen auch vor Krankheiten zu schützen. Durch unsere Arbeit erhalten wir Gebäude und verbaute Materialien in Ihrem Wert und nicht zuletzt entlasten wir unsere Kunden und schaffen Freiraum, sich mit an- deren Dingen zu befassen. In diesem Sinne bin ich stolz auf das was wir gemeinsam tagtäglich leisten.

Genießen Sie den Sommer.

Ihr Ingo Herrmann

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Offen gesagt – Kolumne H&T Journal

Günter und Ingo Herrmann, Herrmann & Tallig Objektdienste GmbH - Gebäudedienstleiter aus Mitteldeutschland

Günter Herrmann / Ingo Herrmann –           Herrmann & Tallig Objektdienste GmbH

 

Eine Redensart im Deutschen besagt sinngemäß: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Und überhaupt kommt das Miteinandersprechen im Deutschen schlecht weg: Wir reden Blech, Quark, Mist und gegen die Wand, der ein oder andere redet sich den Mund fusselig, ohne Punkt und Komma, um den heißen Brei oder mit gespaltener Zunge. Wir sprechen ein Machtwort, oder durch die Blume und gelegentlich spricht der ein oder andere auch in Rätseln.

Und obwohl das Reden schlecht wegkommt, haben sowohl Reden wie auch Schweigen seine Berechtigung. Was würden wir heute machen ohne Galileo Galileis „Und sie dreht sich doch!“? Wie oft haben wir uns andererseits gewünscht, gegenüber einem geliebten Menschen doch lieber den Mund gehalten zu haben? Viele unnötige Streitgespräche wären uns erspart geblieben!

Entsprechend soll dieses offene Wort eine Einladung zum besonnenen Miteinandersprechen sein – beruflich wie privat.

Vor allem in unserm Arbeitsalltag ist Kommunikation das A und O. Ein kurzer Anruf, dass man 10 Minuten später kommt und die Kollegen oder ein Kunde nicht warten müssen und schon entspannt sich die Situation für den Angerufenen. Natürlich muss man auch abwägen, WIE man miteinander kommuniziert. Eine Materialbestellung am Telefon, noch dazu wenn ein Bereichsleiter gerade im Auto unterwegs ist? Da sollte man dann doch lieber einen Materialbestellschein aufs Fax legen oder eine E-Mail schreiben. Wo jemand ist der spricht, bedarf es aber auch jemandem der zuhört. Denn nur wenn man gewissenhaft zuhört, vermeidet man Enttäuschung oder Frust und so ist ein offenes Ohr der Schlüssel zum Erfolg.

Um in diesem Sinne einen Anfang zu machen gibt es bei Herrmann & Tallig ab sofort jeden ersten Montag im Monat von 14:00 bis 16:00 Uhr in der Delitzscher Straße 50 in Halle die Möglichkeit für ein persönliches Gespräch mit meinem Vater oder mir. Dort können Sie ein Anliegen oder Verbesserungsvorschläge vortragen und andere Beweggründe besprechen – die Gespräche finden vertraulich statt und wenn Sie nicht nach Halle anreisen können, melden Sie sich telefonisch an (0345 52 66 33), so dass wir Sie zurückrufen können.

Nur wenn man miteinander spricht, kann man Dinge voranbringen und nur wenn man beharrlich und offen zuhört gelingt es, sich selbst überraschen zu lassen. Wir sind bereit!

Ihr Ingo Herrmann

PS: Die nächsten Termine: 8. April, 06. Mai, 3. Juni und 1. Juli.

Leave a Comment

Filed under Allgemein