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Streit der Organe

Verfasser mir leider unbekannt

Ein Körper hatte Langeweile,
da stritten sich die Körperteile,
wer wohl der Boss von ihnen sei?

„Ich bin der Boss.“ Sprach das Gehirn.
„Ich sitz ganz hoch hinter der Stirn.
Ich muss viel denken, muss euch leiten.
Ich bin der Boss wer will´s bestreiten?“

Die Beine sagten halb im Spaße:
„Gib nicht so an du weiche Masse.
Durch uns der Mensch sich fortbewegt.
Ein Mädchenbein den Mann erregt.
Durch uns wirkt der Mensch erst groß.
Wir sind Boss, ist doch was los.“

Die Augen funkelten und sprühten.
„Wer wird euch vor Gefahr behüten?
Wenn wir nicht alle wachsam wären?
Uns sollte man zum Boss erklären.“

Das Herz, die Nieren und die Lunge,
die Ohren, Nase und die Zunge,
ein Jeder legte schlüssig dar:
„Ich bin der Boss das ist doch klar.“

Und auch der Penis reckt sich groß
und sagt ganz keck: „Ich bin der Boss.“
„Die Menschheit kann mich nicht vermissen,
denn ich bin nicht nur da zum Pissen.“

Bevor man die Debatte schloss,
da furzt der Arsch: „Ich bin der Boss.“

Hei wie die Konkurrenten lachten
und bitterböse Späße machten.
Das Arschloch war drauf´recht verdrossen
und hat sich also gleich verschlossen.

Und dachte konsequent bei sich:
„Die Zeit arbeitet für mich.
Wenn ich mich weigere zu scheißen,
werde ich die Macht wohl an mich reißen.“

Schlaff wurden Penis, Arme, Beine.
Die Galle produzierte Steine.
Das Herz das stockte schon bedenklich.
Auch das Gehirn fühlte sich kränklich.

Das Arschloch war nicht zu erweichen.
Lies nur ab und zu ein Fürzchen streichen.
Und schließlich sahen alle ein,
der Boss kann nur das Arschloch sein.

Und die Moral von der Geschicht:
Mit Fleiß und Arbeit schaffst du´s nicht.
Um Boss zu werden genügt allein,
ein Arschloch von Format zu sein.

Sollte jemand wissen, wer das geschrieben hat, wäre ich dankbar über einen Hinweis.

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Die anhaltinische Friedensbirne

Nach einem Streit zwischen Fürst Leopold und einem befreundeten Bauern, der allein des standesgemäßen Unterschiedes wegen zugunsten Fürst Leopolds hätte entschieden werden müssen, verließ der im Rang unterlegene wutentbrannt das Schloss des Fürsten. In einem Komplott mit mehreren Bauern, die dem Fürsten ebenso zugetan waren, beschloss man dem Fürsten eine kleine, mehr freundschaftliche, Lehre zu erteilen. Der Fürst jedoch ward nicht allein wegen seiner guten Beziehungen zu den einheimischen Bauern gemocht, sondern hatte auch sonst viele Bewunderer in seinem Fürstentum. Und so kam es, dass der Plan der Bauern nicht lange unausgesprochen blieb – es war wohl ein Beteiligter selbst, der einem guten Freund im Vertrauen von den Plänen berichtete – und alsbald wurde der Fürst über den Komplott unterrichtet. Auch wenn das schlängelnde Gerücht sich längst zu einer bösartigen Schlange mit gespaltener Zunge entwickelt hatte, wusste der Fürst die ihm zugetragenen Informationen richtig zu deuten und erkannte die Lehrabsichten seiner Freunde. Er beauftragte einen Diener, ihm einige Birnen herbeizuschaffen und kurz im Salon zu warten. Derweil schnitt er eigenhändig die Birnen auf und drapierte sie auf einem allein für den Fürsten bestimmten Teller. Der Diener hatte nun die Aufgabe den mit Birnenstücken drapierten Fürstenteller hinüber ins Gasthaus zu tragen, wo die Bauern gewohnheitsgemäß zu dieser Stunde saßen. Diese erkannten den Großmut des Herrschers und verwarfen beschämt ihre unseligen Pläne. Treuherzig lief der einst Wutentbrannte mit dem Birnentellerchen zu seiner Gattin, die aus den Birnen ein köstliches Kompott für den Fürsten kochte, das ihr Mann am folgenden Tag als Geste der Freundschaft ins Schloss hinüber brachte. Seither spricht man in Anhalt – nicht ohne ein Schmunzeln – von der „Friedensbirne“ und dem „Komplott-Kompott“.

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Lappen weg!

Also ich wollte gestern das Bad putzen, aber auf dem Weg dorthin haben die mich geblitzt – jetzt ist der Lappen weg und ich kann nicht…

Naja… Ein Schenkelklopfer….

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