Monthly Archives: Oktober 2020

To Apollo

J. Allyn Rosser

Whose songs, whose lyre, whose careless sighs are these?
You taught us to divide the air in melodies
when all we knew to do with it was breathe.
You’ve never worked a day of your gorgeous career,
striking a cheesecake pose on that lifeguard chair,
soaking up sun (and every mortal being’s stare)
to tan, but never burn. Who needs sunblock
when you can haul the sun behind the clouds
when not horsing around around the clock,
when not giving chase to the one girl who doubts
you’re a catch, leaving her in a stand of trees,
whose sighs, whose hair, still toss upon the breeze?

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Sommertage

MACIEJ NIEMIEC

Sommertage, sie gehören uns schon – sind Erinnerung,

die Hitze kehrt in diesem Jahr nicht wieder. Hinterm Hügel

schluchzt der Ozean über dem zertrümmerten Spiegel

unzähliger Muscheln. Ein Windstoß von den Felsen

trägt ein blaues Stückchen Plastik aus der Gasse,

hält es einen Moment über dem Straßenpflaster,

der Geist des Sommers könnte darüber lachen…

Der Lauf des Jahres knirscht nicht um diese Zeit.

Das Kind schläft länger, und wenn es weint,

dann leiser als im Frühling. Der September

öffnet noch die Augen der Blumen –

sie sehen das Licht, uns sehen sie nicht.

Irgendwo läuft nach wie vor das Leben wie ein Raubtier

auf der Fährte der kurzen Schatten der Sommertage.

Saint-Énogat, IX 1990

Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall

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