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Rede Wirtschaftsbeirat Hallescher Fußball Club HFC e.V. (08.12.2015)

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich darf Sie im Namen des Vorstandes des Wirtschaftsbeirates des HFC ganz herzlich hier in den Räumen des Kunstvereins Talstraße in Halle begrüßen. Mein Name ist Ingo Herrmann. Ich bin Geschäftsführer der Herrmann & Tallig Objektdienste GmbH.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen hier auch einige Worte zu Herrmann & Tallig zu verlieren. Ich könnte ihnen jetzt Stundenlang erzählen, wie facettenreich ein Gebäudedienstleister wie wir aufgestellt ist: Bau-, Krankenhaus-, Solar-, oder  Büroreinigung, Winterdienst, Grünanlagenpflege, Hausmeisterdienste usw. Aber man kann das auch kurz und knackig machen: Wir – also Herrmann & Tallig – sorgen für Sauberkeit und Hygiene in Mitteldeutschland.

Das ist die Realität in der wir leben.

Vom einfachsten Dreck auf dem Flur, über die blutigen Hinterlassenschaften von Selbstmördern bis hin zum sterilen Reinraumen, der Lebensmittelproduktion oder einer komplexen Desinfektion im OP-Saal.  Das ist unser tägliches Brot.

Das klingt für viele oft banal und in der Tat: Reinigung scheint heutzutage oft banal. Aber ohne Hygiene, ohne Sauberkeit, ohne die kontinuierliche Reinigung von allem möglichen, gäbe es heute weniger Gesundheit und die Menschheit – gewagte These –wäre nicht dort, wo sie heute ist.

Das am gesundheitlichen Wohlbefinden ausschließlich die Gebäudereiniger schuld sind, wäre natürlich vermessen zu behaupten. Auch die Medizin hat ihren bescheidenen Anteil an der Entwicklung…

Auch wenn unsere Erfahrung im Krankenhaus zeigt – und da muss ich eine Lanze für unsere Mitarbeiter brechen –  das die Reinigung in den seltensten Fällen an Keimverschleppungen schuld ist, sondern fast immer die Schwestern und Ärzte die sich nicht die Hände desinfizieren. Aber das nur am Rande. Dennoch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Professor Bernd Fischer, den Leiter des anatomischen Instituts, dass er die Führung durch die Meckelsche Sammlung selbst vorgenommen hat und damit den ersten Brückenschlag zur Gebäudereinigung getan hat … auch wenn die Anatomie nicht mehr so viel mit Wohlbefinden zu tun hat.

Jetzt kann man sich noch Fragen, warum ein Gebäudereinigungsunternehmen hier den Kunstverein ausgewählt hat um eine Sitzung des HFC-Wirtschaftsbeirates auszurichten. Die einfache Antwort: Ich hab Kunstgeschichte studiert, mag diesen Verein und wollte einen Brückenschlag zwischen Sport auf der einen und Kunst auf der anderen Seite.

Sport heißt schließlich nicht nur „aufgepumpter Muskelprotz“, sondern auch Kultur. Im Idealfall ist Fußball sogar Kunst. Und Kultur, Kunst ist für uns – für mich zumindest – essentiell. Kunst gibt Inspiration, … regt zum Nachdenken an, Kunst bringt uns auf andere Gedanken oder ist schön.

Beide – Sport wie auch Kunst – sind sich nicht unähnlich: Sie erfordern Kreativität, Ausdauer, Geschick, Schnelligkeit. Sie können kräftezehrend sein. Beide haben auch eine geistige Komponente: benötigen Regeln, haben eine Strategie.

Und was hat das alles nun wiederum mit Gebäudereinigung zu tun? Was verbindet Gebäudereinigung, Kunst, Sport, Wirtschaft?

Im Wesentlichen, dass all das von Menschen, für Menschen gemacht wird.

Bei Herrmann & Tallig sind das über 850 Mitarbeiter, die jeden Tag irgendwo zwischen Erfurt, Dresden, Stendal , Magdeburg und Halle versuchen, unseren Auftrag – Sauberkeit und Hygiene – in die Tat umzusetzen. Und wie überall beim Umgang mit Menschen, ist die schwerste Arbeit die Arbeit mit dem Menschen, ihn zu gewinnen, zu motivieren und dort hin zu führen, wo er das bestmögliche schafft. Das ist die Klammer, die uns heute verbindet.

Ganz in dem Sinne: Es hat schwach angefangen und stark nachgelassen, danke ich für die Aufmerksamkeit. Frohe Weihnachten und BLEIBEN SIE SAUBER!

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Rationell Reinigen – Forum – 03/2015

Viel zu selten nehmen wir uns die Zeit mit Mitarbeitern ein wirkliches Gespräch zu führen. Kein smalltalk auf dem Flur, kein operatives Geplapper, sondern ein Gespräch mit Substanz, das uns bewegt und auch bei unsrem Gegenüber jene Magie hinterlässt, die guten Gesprächen innewohnt. Magie gehört jedoch zu Harry Potter oder auf die Bühne, nur selten in die Unternehmensführung. Denn wie jede Magie ist auch ein Mitarbeitergespräch nichts anderes als harte Arbeit. Fast immer ist es eine lohnenswerte Investition.

Seit ca. 15 Jahren führt Herrmann & Tallig jährliche Mitarbeitergespräche. Ursprünglich wurden Zielvereinbarungen besprochen, immer häufiger die persönliche Entwicklung einbezogen. Gerade neue Mitarbeiter sind nervös, da selten Gespräche in einem formellen Rahmen stattfinden. Ängste nehmen, Offenheit und Ehrlichkeit walten lassen, dabei unsere eigene Wahrnehmung und Erwartung an den Mitarbeiter präzise formulieren. Auch finanzielles kommt zur Sprache: So ist bei uns seit einigen Jahren die Sondervergütung fester Gesprächsbestandteil.

Gut gestaltet stößt das Gespräch einhellig auf Zustimmung. Bei Manchem bildet sich im Lauf der Jahre eine regelrechte Erwartung. Der Erfolg: Wertschätzung, Motivation und die Vereinbarung abrechenbarer, persönlicher Ziele. Das Gespräch ist mit 30 Minuten nicht ausufernd, daher ist ein Leitfaden unabdingbar. Die Inhalte so kompakt und treffsicher vorzubereiten, braucht eine weitere Stunde. Zeit die sich lohnt!

Aber nicht nur wir gehen vorbereitet in diese Gespräche. Auch unsere Mitarbeiter haben Anliegen, bringen eigene Vorstellungen und Perspektiven mit, fordern ein. Auf Fragen nach Gehaltserhöhungen und Weiterbildungsmöglichkeiten gilt es sich also ebenso gedanklich vorzubereiten, wie auf die Entwicklung unserer wertvollsten „Ressource“.

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