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HUMAN STUFF – Human Stuff, die Kernseife pur – Aus Liebe zu Mensch und Natur

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was  mit  den Kadavern passiert, die tagtäglich in  der  3.  Welt anfallen?

Sie  wissen doch: Alle zwei  Sekunden  verhungert  ein Kind.  Pro Tag sind das ca. 40 Tausend Kinder, d.h in  der  Woche 280  Tausend, im Monat 1,2 Millionen!!!!
Meine  Damen und Herren,  das sieht nicht nur recht unschön  aus, das  ist auch wegen des sich bildenden Leichengiftes  eine  große Belastung für Mutter Natur!!

Können wir das vor uns und unseren Kindern verantworten?

Nein!!

Sicherlich nicht! Und  darum  sind wir vom  Forum  Ökologischer  Produzenten eingeschritten und es ist uns in kürzester Zeit gelungen, aus der Not eine Tugend zu machen.
Wir haben vor Ort, also in den Hunger-Gebieten mit großem Leichenreservoir, moderne Seifenherstellungsfabriken erbaut, wo täglich Tausende von Kinderleichen  eingeliefert  werden, die dann den wertvollen biologischen  Rohstoff für HUMAN STUFF Kernseife bilden. Diese Lösung, die Seifenlösung, ist allen Beteiligten von Nutzen: Uns,  da  wir ein wertvolles, dank des  Welthungers  unausschöpfliches  Rohstoffreservoir  erschlossen haben;  den  Menschen  der 3.Welt  (es konnten einige hundert Arbeiter  eingestellt  werden, die  den Antransport und die Verarbeitung der toten  Kinderkörper besorgen), und last but not least: Mutter Natur .
Hier, an dem Produkt HUMAN STUFF , zeigt sich damit abermals,  wie menschenfreundlich  und umweltbewußt die Unternehmenspolitik  der modernen  kapitalistischen  Betriebe ist. Alles was  wir  wollen, ist, Sie glücklich zu machen.
HUMAN STUFF

Human Stuff, die Kernseife pur

Aus Liebe zu Mensch und Natur

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Liebes Finanzamt…

Sehr geehrte Frau XXXXX,

Ihr Schreiben vom gestrigen Tag hat mich erfreut. Nicht nur hat es mir gezeigt wie gewissenhaft und akribisch Steuerschulden durch unsere Finanzverwaltung eingetrieben werden, sondern vielmehr habe ich es als verpasste Gelegenheit verstanden, mein Wohnsitzfinanzamt persönlich kennenzulernen (zumindest einen sicherlich freundlichen Vertreter). Selten genug bietet sich durch das ausgedehnte Mahnwesen für den Steuerzahler diese Gelegenheit.

Dennoch trübt sich meine Freude im Hinblick auf eben diese verpasste Gelegenheit. Ein kurzer Anruf, eine telefonische Verabredung und wir hätten nett bei selbst gebackenen Plätzchen, Kaffee und Kerzenschein gemeinsam vollstrecken können, was vollstreckt gehört. 39 Euro Soli – das ist kein Pappenstiel.

Zu dem Ärger über die verpasste soziale Komponente dieses Treffens hätten mich zudem diverse Fragen interessiert, die Ihre durchaus spannende Tätigkeit betreffen: Wie bemisst der Vollstrecker (oder in Ihrem Fall besser: DIE VOLLSTRECKERIN) überhaupt den Wert einer vollstreckten Sache (Bargeld ist knapp im Hause!). Ein Blick auf eBay? Die Vollstrecker-Schwacke-Liste? Wie wird gemeinsam erworbenes Eigentum in einer Wohngemeinschaft behandelt? usw.

Liebe Frau XXXXX, ich möchte nochmals mein tiefstes Bedauern äußern, das wir uns nicht persönlich kennengelernt haben. Der Schelm in mir wollte den falschen Dauerauftrag (der Ihr Bemühen überhaupt erst initiiert hat) einfach bestehen lassen, in der Hoffnung im kommenden Frühjahr erneut ein Treffen zu provozieren. Doch habe ich – ganz ökonomisch versierter Staatsbürger – die Kosten Ihres Besuchs für die Allgemeinheit den läppischen (kostendeckenden?!) Vollstreckungskosten gegenübergestellt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das egoistisch wäre und Sie eher abhielte, die wahren Steuerschurken zu vollstrecken.

Damit Sie nicht unnötiger Weise nochmals in diese schöne Wohngegend fahren müssen, bin ich ordnungsgemäß Ihrer Zahlungsaufforderung nachgekommen. Der Dauerauftrag ist um 38,98 € je Quartal erhöht und die Gewissheit eine einmalige Gelegenheit verpasst zu haben wird mich bis Weihnachten verfolgen. Zum Jahrestag des Religionsgründers (christlicher Erlösermythos usw.)  können wir dann – frohen Mutes und reinen Gewissens – ins neue Jahr 2015 blicken.

Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihren Kollegen von Herzen Frohe Weihnachten.

Kommen Sie gut ins neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

YYYYYYYYYY

Ps.

Ich unterstütze das Anliegen der Finanzverwaltung keine Mahnungen mehr an säumige Steuerzahler zu senden energisch! Wo kämen wir denn hin, vor der Vollstreckung zu mahnen oder – ein gänzlich neumodischer und abwegiger Gedanke – den Schuldner telefonisch zu kontaktieren. Besser (richtig!): Vollstreckung der Arbeitnehmer im Rahmen der regulären deutschen Bürozeiten. Ein genialer Schachzug, der den Optimismus der Finanzbehörde unterstreicht. Der säumige Zahler könnte schließlich nicht nur die notwendigen Steuermittel säumen, sondern eventuell auch noch verschlafen haben und untätig mit der Familie am Frühstückstisch lungern. Befindlichkeiten! Bravo, weiter so!

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